Compangon ist ein KI-Kompositionsassistent. Wenn es von einem KI-Modell erzeugte Musik in eine Partitur schreibt, fügt es der Partiturdatei einen Metadaten-Eintrag hinzu. Diese Seite beschreibt, was der Eintrag ist, wo er gespeichert wird und wie ihn jeder lesen kann – der Erkennungsteil von Artikel 50 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2024/1689, der verlangt, dass KI-generierte Inhalte maschinenlesbar markiert und als solche erkennbar sind.
Wo sie gespeichert wird
Die Markierung liegt in den Metadaten der Partiturdatei, nie in der Musik. Keine Note, keine Pause und kein Zeichen wird dafür verändert; sie hat keinen Einfluss auf Wiedergabe oder Notensatz. Derselbe Schlüssel gilt in jedem Programm, mit dem Compangon verbunden ist, und in jedem Dateiformat; wo genau der Eintrag liegt, hängt von Programm und Format ab und ist unten je Programm und Format aufgeführt.
So erkennst du sie
Der Test ist das Vorhandensein des Schlüssels. Trägt eine Datei einen Eintrag namens compangon:ai-generated, enthält die Partitur KI-generiertes Material. Der Wert ist informativ: Er sagt, wann das Material zuerst geschrieben wurde und von welcher Version.
Mit bloßem Auge. Öffne die Partitur in dem Programm, das sie geschrieben hat, und sieh dir die Dateieigenschaften an, wo das Programm sie anzeigt. Oder öffne die Datei in einem Texteditor – ein Archiv vorher entpacken – und suche nach compangon:ai-generated.
Per Programm. Jedes Zip- und Textwerkzeug genügt; Compangon-Software ist nicht nötig. Der genaue Befehl je Format steht unten. Ein Treffer heißt: Die Markierung ist vorhanden; der gefundene Text ist ihr Wert.
Programme und Formate
MuseScore Studio
Speicherung. Eine .mscz-Datei ist ein Zip-Archiv mit einem .mscx-XML-Dokument. Die Markierung ist ein metaTag-Element im Kopf dieses Dokuments:
<metaTag name="compangon:ai-generated">This score contains music generated with Compangon (an AI composition assistant). First written 2026-09-11 by Compangon 0.1.4. How to detect this mark: https://compangon.com/legal/ai-mark</metaTag>
In MuseScore Studio erscheint sie unter Datei → Projekteigenschaften, bei den übrigen Eigenschaften der Partitur.
Lesen. Projekteigenschaften, ein Texteditor auf der .mscx, oder:
unzip -p score.mscz '*.mscx' | grep -o '<metaTag name="compangon:ai-generated">[^<]*'
Export. MuseScore übernimmt jede Projekteigenschaft in seinen MusicXML-Export; dort erscheint die Markierung in der unter MusicXML beschriebenen Form. Geprüft mit MuseScore Studio 4.7.4.
MusicXML-Dateien
Speicherung. Der Platz für eigene Metadaten in MusicXML ist der miscellaneous-Block des identification-Elements im Kopf; die Markierung ist dort ein miscellaneous-field:
<identification>
<encoding>…</encoding>
<miscellaneous>
<miscellaneous-field name="compangon:ai-generated">This score contains music generated with Compangon (an AI composition assistant). First written 2026-09-11 by Compangon 0.1.4. How to detect this mark: https://compangon.com/legal/ai-mark</miscellaneous-field>
</miscellaneous>
</identification>
Lesen. Ein Texteditor, oder:
grep -o '<miscellaneous-field name="compangon:ai-generated">[^<]*' score.musicxml
Eine komprimierte MusicXML-Datei (.mxl) ist ein Zip: erst entpacken, dann in der enthaltenen .musicxml suchen.
Wer sie schreibt. Jedes Programm, das seine Dateieigenschaften in den MusicXML-Export übernimmt; MuseScore tut das. Compangons eigener MusicXML-Export schreibt sie in derselben Form, sobald die exportierte Partitur KI-generiertes Material enthält, und behält eine Zeile, die die Partitur bereits trug.
Arbeitsbereich-Dokumente
Compangon führt im Arbeitsbereich der Komponistin zwei Markdown-Dokumente: ein Manuskript je Stück und das eigene Profil der Komponistin. Beide schreibt der Assistent aus den Antworten der Komponistin. Ihre Markierung ist ein Schlüssel im YAML-Vorspann der Datei, mit demselben Satz für Text angepasst:
---
compangon_ai_generated: "This document contains text generated with Compangon (an AI composition assistant) from the composer's own answers. First written 2026-09-12. How to detect this mark: https://compangon.com/legal/ai-mark"
---
Lesen. Ein Texteditor, oder:
grep -m1 '^compangon_ai_generated:' MANUSCRIPT.md
Der Schlüssel verwendet Unterstriche, weil YAML-Schlüssel das tun; der Schlüssel der Partitur einen Doppelpunkt, weil MuseScore-Tags das tun. Geschrieben, wenn der Assistent das Dokument zum ersten Mal schreibt, und bei jedem späteren Speichern unverändert – das Datum ist also das des ersten generierten Texts. Diese Zeile trägt keinen Versionsteil.
Was die Markierung bedeutet – und was nicht
- Sie ist eine Aussage über die ganze Partitur: Irgendwann wurde von einem KI-Modell über Compangon erzeugte Musik hineingeschrieben. Sie sagt nicht, welche Takte, wie viel, oder ob dieses Material noch da ist.
- Fehlen beweist nichts. Der Eintrag ist gewöhnliches Datei-Metadatum. Eine Komponistin kann ihn löschen, ein Programm kann ihn beim Konvertieren verlieren, und eine Partitur aus der Zeit vor dieser Markierung trägt keinen. Eine Datei ohne den Eintrag ist damit nicht frei von KI-generiertem Material.
- Markiert wird nur modellgeneriertes Material. Compangon wendet auf die eigene Musik der Komponistin auch deterministische Operationen an – Transposition, Umkehrung, rhythmische Änderungen und Ähnliches. Das ist Arithmetik, kein Modell ist beteiligt, und sie fügen die Markierung nicht hinzu.
- Sie ist kein Wasserzeichen. In der Musik selbst ist nichts versteckt. Notation hat keinen verlässlichen Träger für eine unmerkliche Markierung, und die Leitlinien der Kommission zu Artikel 50 akzeptieren die Kennzeichnung über Metadaten als Markierungstechnik.
Text, den der Assistent in der App schreibt
Compangons Assistent schreibt auch Text: Chat-Antworten, Analysen, Hinweise. Dieser Text trägt keine maschinenlesbare Markierung. Reiner Text hat keinen Platz dafür, und die einzige anerkannte Technik – ein beim Erzeugen in die Wörter eingewobenes Wasserzeichen – kann nur der Dienst anwenden, der das Sprachmodell betreibt; bei Compangon ist das der eigene Anbieter der Komponistin oder ein lokales Modell, nicht Compangon. Die App sagt durchgehend, dass der Assistent eine KI ist. Sollte Compangon solchen Text je in eine Datei schreiben, trägt diese Datei die Markierung.